Restaurant-Evzin

Der Genuss im Leben

Kundenmeinungen

Journal Magazin, 14 Juli 2015

Uriges gemütliches Ambiente, herzlicher Service und super leckeres Essen – Esslingen hat einen neuen „Super-Griechen“. Nach dem Testessen gab es für den Gastrotester nur eine Möglichkeit: Fünf Sterne zu verteilen.

Von Alexander Kappen

Esslingen am Neckar. Das neu eröffnete Ev Zin (übersetzt: Der Genuss im Leben) ist nicht einfach zu finden. Das Eck-Lokal befindet sich am Ende der drei geteilten Katharinenstraße. Fußvolk verirrt sich hierhin kaum. Gastrokenner und Feinschmecker sollten dies aber schleunigst tun. Denn Esslingen hat ein neues Lokal, das das Zeug zum besten Restaurant der Stadt hat. Das „Einhorn“ in der mittelalterlichen Webergasse, bisher Esslingens beliebtestes Lokal zittert wohl schon. Auch die sonst so anspruchsvolle Stuttgarter Zeitung überschlug sich vor Begeisterung. Das „Ev Zin“ macht seinem Namen („Der Genuss im Leben“) alle Ehre.

Beim unangekündigten Testessen bekam der Autor getrüffelte Spargelcremesuppe, einen griechischen Weißwein von der Insel Samos und eine Salatplatte mit überbackenem Ziegenkäse gereicht. Kurzum: Ein Genuss! Frisch, lecker, nicht überwürzt, genau abgeschmeckt. Koch und Geschäftsführer Angelos Vasiliadis (31) versteht sein Handwerk. Er hat seinen Koch-Beruf in einer gehobenen Gastronomie in Bietigheim-Bissingen gelernt.

„Ich bin mit voller Leidenschaft Koch und lebe das auch so“, sagt Angelos (Foto). Auf seiner Speisekarte findet sich schwäbische Küche mit Zwiebelrostbraten und Maultaschen genauso wie die mediterrane Küche mit Original Gewürzen aus Griechenland.
Auf der Karte stehen Mittagsangebote für jeden Wochentag wie zum Beispiel am Montag die gerösteten Maultaschen mit Bratkartoffeln für 7,40 Euro. Hinzu kommen vegetarische und Nudel-Gerichte, Fischgerichte wie die Dorade vom Grill (17,40 Euro), Hauptgerichte wie der schwäbische Zwiebelrostbraten (17,70 Euro) und Steaks (Rumpsteak vom Grill für 18,70 Euro).

Das Ambiente besteht aus weiß gestrichenen Wänden und Decke. Gemütlich wird es durch viele freistehende Holzbalken und unzählige Pflanzen. Eine große Theke erinnert dann immer an die Kneipe, die das Lokal noch vor wenigen Jahren war.

Der Service besteht aus zwei jungen Griechen (männlich, weiblich), die sich alle erdenkliche Mühe geben dem Gast alle Wünsche zu erfüllen.

Bewertung: Ambiente: 5 Sterne, Service: 5 Sterne, Essen: 5 Sterne (jeweils von 5)



 

Stuttgarter Zeitung, Eva Drews, 25 März 2015


In einer Esslinger Eckkneipe bieten zwei Griechen ein breites Spektrum vom Rostbraten bis zur Dorade. Die Speisen erfreuen Auge und Gaumen.

Esslingen - Ev Zin – das ist griechisch und bedeutet so viel wie Wohlsein oder gutes Leben. Und zu einem guten Leben, so heißt es sinngemäß auf der Homepage des Esslinger Restaurants Ev Zin, gehört gutes Essen – daher der Name. Im Dezember vergangenen Jahres hat Georgios Archontidis aus der früheren Eckkneipe an der Esslinger Katharinenstraße ein ansprechendes Restaurant mit viel Holz und hellen Decken gemacht. Am Herd steht Angelos Vasiliadis, der zuvor beim „Adler – der feine Grieche“ in Kornwestheim gekocht hat.


Doch ein griechisches Lokal ist das Ev Zin nicht. Schwäbisch-mediterran koche er, sagt Vasiliadis – neben südwestdeutschen Klassikern wie Flädlesuppe, Rostbraten und Leberle serviert der gebürtige Nordgrieche Kalbspaillard an Rucola-Nest, Wolfsbarsch vom Grill mit frischen Kräutern mariniert und Lammnackenkotelett an einer Rotweinreduktion, zudem eine große Salatauswahl und hausgemachte Nudeln. Das alles zu marktüblichen Preisen. Gutes Essen, teilweise etwas hochtrabend betitelt


In Summe sind wir mit dem Essen sehr zufrieden, auch wenn sich Vasiliadis mit etwas hochtrabenden Namen keinen Gefallen tut. Die überbackenen Auberginenscheiben mit Tomatensoße etwa schmecken wirklich sehr gut – der Titel „gratiniertes Mille feuille aus der Aubergine und Mozzarella auf einer Tomaten-Basilikum-Sauce“ (6,70 Euro) verspricht aber deutlich mehr Raffinesse. Durchaus raffiniert ist hingegen die getrüffelte Süßkartoffel-Schaum-Suppe (4,10 Euro), die zwar in einer übersichtlichen Portion, aber hübsch arrangiert auf den Tisch kommt und dank einer Kombination von Trüffelöl, -butter und eines Hauchs frischen Trüffels ein intensives Aroma hat.


Im Hauptgang entscheiden wir uns für ein sehr gelungenes „Surf and Turf“: Rumpsteak und Riesengarnele vom Grill an Safransoße, dazu Gemüse der Saison und Rosmarinkartoffeln (19,40 Euro). Das Gericht ist augenscheinlich ein Renner, was auch an einem entsprechenden Angebot des Ev Zin bei einem Internet-Gutscheinportal liegen mag. Zudem probieren wir das Filet von der Dorade an Limettenschaum und karamellisierten Belugalinsen in Balsamico, dazu Gemüse der Saison (16,10 Euro)– der Fisch ist etwas heiß angebraten, er könnte weniger schwarz und saftiger sein.


Glücklich mit den Nachspeisen

Rundum glücklich macht uns der Nachtisch: Der knusprig karamellisierte Kaiserschmarrn (4,70 Euro) mit Mandeln ist großer Sport. Und auch das Schokoladensoufflé mit flüssiger Füllung (5,10 Euro) überzeugt geschmacklich und optisch.

Verbesserungspotenzial hat das Lokal noch bei Service und Geschwindigkeit. Umsorgt fühlen wir uns nicht. „Wir müssen uns noch besser einspielen“, räumt Vasiliadis ein, betont aber auch, dass an jenem Testabend, an dem das Lokal gut besucht und die Küche unterbesetzt gewesen sei, nach einer kurzfristig anberaumten Taufe am Vortag wirklich der Wurm drin gewesen sei.

 

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